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Amberg kommt ohne Neuverschuldung aus – Hoher Eigenmittelanteil bei den Investitionen – Gestiegene Steuerkraft

Amberg. Keine neue Darlehensaufnahme, eine Absenkung der Pro-Kopf-Verschuldung von 951 Euro auf 911 Euro bis Ende nächsten Jahres und eine mit mehr als 8,4 Millionen Euro um 343 Prozent über dem Mindestbetrag liegende Zuführung vom Verwaltungs- zum Vermögenshaushalt – diese Eckdaten sieht der Verwaltungsentwurf zum Haushalt der Stadt Amberg 2009 vor. Ihn präsentierten Oberbürgermeister Wolfgang Dandorfer, Stadtkämmerer Rainer Sandner und der Leiter des Haushalts- und Steueramtes Franz Mertel jetzt im Rahmen einer Pressekonferenz und wiesen dabei auf die allgemeinen Tendenzen und zum Teil sehr deutlichen Entwicklungen hin.

Insgesamt umfasst das 3.692 verschiedene Haushaltsstellen umfassende Werk rund 116, 3 Millionen Euro und liegt damit 4,365 Millionen Euro über dem Etat von 2008. Dieser Gesamthaushalt teilt sich auf in einen Verwaltungshaushalt mit rund 95,4 Millionen Euro sowie einen Vermögenshaushalt, der sich auf rund 20,9 Millionen Euro – und damit auf den höchsten Betrag seit 2001 – beläuft. Besonders bemerkenswert ist in diesem Zusammenhang der hohe Anteil von Eigenmitteln, über die die Stadt hierbei verfügen kann. Sie betragen insgesamt mehr als 17 Millionen Euro und liegen damit etwa 1,5 Millionen Euro über dem Vorjahresansatz. Zum dritten Mal in Folge kommt die Stadt Amberg dadurch ohne Neuverschuldung aus.

Die Tatsache, dass dies möglich ist, resultiert aus der verbesserten Einnahmesituation, die eine hohe Zuführung vom Verwaltungs- zum Vermögenshaushalt möglich macht und damit die Basis für zusätzliche Investitionen geschaffen. Insgesamt kann mit Steuereinnahmen in Höhe von 42 Millionen Euro gerechnet werden, was 44,03 Prozent des Volumens des Verwaltungshaushaltes entspricht – wobei künftige Entwicklungen freilich noch abzuwarten sind.

Mit einer Steuerkraft von knapp 36,5 Millionen Euro hat die Stadt Amberg jedoch nun im bayernweiten Vergleich endgültig die letzten Ränge hinter sich gelassen und Platz 16 der insgesamt 25 kreisfreien Städte erreicht. Einen noch viel weiteren Sprung nach vorne als bei dieser wichtigen Leistungskennziffer hat die Stadt Amberg bei der Umlagekraft getan, bei der unter anderem die Schlüsselzuweisungen mit eingerechnet werden. Hier wurde sogar Platz acht erobert, nachdem man im letzten Jahr noch in beiden Fällen auf Platz 23 rangierte. (su)

(29 Zeilen à ca. 90 Anschläge | 225.2/2008 | 27.10.2008)