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Drei neue Urnenwände ihrer Bestimmung übergeben – Ersatz für den alten Bretterzaun am Dreifaltigkeitsfriedhof jetzt fertig – 30 von 108 Kammern bereits belegt

Oberbürgermeister Wolfgang Dandorfer, Landschaftsarchitektin Dorle Engels, Leiter des Standes- und Friedhofsamtes Wolfgang Lebe und Grünplaner Bernhard Frank (von recht) Foto: Stadt AmbergAmberg. Wie fast überall nimmt auch in der Stadt Amberg der Wunsch nach Urnenbestattungen kontinuierlich zu. Fast 65 Prozent der Verstorbenen fanden 2008 auf diese Weise ihre letzte Ruhe. Dieser Entwicklung will sich natürlich auch die Stadt Amberg nicht verschließen. Deshalb wurden auf dem Dreifaltigkeitsfriedhof weitere 108 Urnenkammern ihrer Bestimmung übergeben.

Besonders erwähnenswert ist diesmal die Tatsache, dass dadurch der einstige Holzbretterzaun an der östlichen Friedhofsgrenze weggefallen ist. Er wurde durch moderne Zaunelemente aus Metall mit in den Friedhof hineinragenden Rankgittern ersetzt, die schon bald von Efeu und wildem Wein überwuchert werden. Dazwischen wurden drei Urnenwände aus hellem Beton eingebaut, deren jeweils 36 Kammern mit schwarzen Steintafeln verschlossen sind.

„Sollten sie einmal vergeben sein, so ist es leicht möglich, die Zaunelemente zwischen den Rankgittern durch weitere Wände zu ergänzen“, stellte Oberbürgermeister Wolfgang Dandorfer fest, der das gelungene Ergebnis dieses Umbaus jetzt zusammen mit dem Leiter des Standes- und Friedhofsamtes Wolfgang Lebe, Grünplaner Bernhard Frank und der Landschaftsarchitektin Dorle Engels besichtigte.

Der Friedhofsamtsleiter machte darauf aufmerksam, dass dies vielleicht schneller erforderlich sein könnte als man es sich vorstellen kann. „Die Wände wurden vor etwa drei Wochen fertig gestellt und bereits jetzt sind 30 der insgesamt 108 Urnenkammern belegt“, informierte er die Anwesenden. Die Kammern können bereits zu Lebzeiten erworben werden und bieten jeweils mindestens zwei Urnen Platz.

Bei dieser Umgestaltung handelt es sich um den insgesamt dritten Bauabschnitt im Rahmen eines Gesamtkonzepts zur Sanierung des Dreifaltigkeitsfriedhofes, das Frau Engels 2007 ausgearbeitet und dem Hauptverwaltungs- und Finanzausschuss der Stadt Amberg zur Beschlussfassung vorgelegt hatte. Ziel dieser Maßnahme ist die Erneuerung aller Wege einschließlich der Treppen, die Neugestaltung attraktiver Plätze mit Schöpfbecken, Sitzbänken und Begrünung sowie die Umnutzung aufgelassener Grabstellen.

Hierzu wurden mehrere Bau- und Finanzierungsabschnitte gebildet, die nach derzeitigem Stand bis zum Jahr 2014 abgeschlossen werden könnten. In Abschnitt 1 wurden inklusive der Mauersanierung insgesamt 290.000 Euro investiert, Bauabschnitt 2 im Jahr 2008 mit der Erneuerung von Wegen und einer Treppenanlage sowie der Errichtung einer Stützmauer kostete 130.000 Euro. Für den jetzt abgeschlossenen Bauabschnitt fielen Kosten in Höhe von rund 180.000 Euro an.

Ein großes Problem auf dem 1,7 Hektar umfassenden Dreifaltigkeitsfriedhof stellt allerdings die Zunahme der nicht mehr belegten Grabstellen dar. Der Anteil der nicht mehr genutzten Flächen beträgt in einigen Grabfeldern bereits bis zu 30 Prozent. Die Absicht der Verantwortlichen ist es daher, in den Randbereichen, in zentraler Lage auch im Bereich der Grababteilungen diese Flächen mit Rasen und Hecken zu begrünen.

Darüber hinaus werden aber auch auf den anderen der insgesamt fünf Amberger Friedhöfe Modernisierungsmaßnahmen erfolgen. „Trotz der äußerst angespannten Haushaltslage ist die Stadt Amberg bestrebt, in absehbarer Zeit die erforderlichen Verbesserungen in Angriff zu nehmen“, verspricht Oberbürgermeister Wolfgang Dandorfer den Bürgerinnen und Bürgern.

Nr. 248/2009 | 30. Oktober 2009 | 43 Zeilen à ca. 90 Anschläge | su

Das Bild zeigt (von rechts): Oberbürgermeister Wolfgang Dandorfer, Landschaftsarchitektin Dorle Engels, Leiter des Standes- und Friedhofsamtes Wolfgang Lebe und Grünplaner Bernhard Frank