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Abbrucharbeiten dauern noch bis August – Frühere Housing Area auf dem Weg zum Baugebiet – Auch Schul- und Verkehrsfragen erörtert

Amberg. Das Gebiet der ehemaligen Housing Area und das Birkenfeld im Stadtteil Schäflohe als diejenigen beiden Amberger Baugebiete, die den Bürgerinnen und Bürgern als nächste zum Bau von Eigenheimen zur Verfügung stehen werden, standen im Mittelpunkt einer Besichtigungstour, zu der Oberbürgermeister Wolfgang Dandorfer eingeladen hatte. Im Rahmen des Rundgangs, an dem ein Teil der städtischen Referatsleiter und Geschäftsführer teilnahm, wurden auch Fragen zu den im Bereich der Oberen Hockermühle befindlichen Schulen sowie zu Verkehrsfragen erörtert.

Erster Anlaufpunkt aber waren die Gebäude der früheren Housing Area der amerikanischen Streitkräfte, die seit Januar Zug um Zug zurückgebaut und dem Erdboden gleich gemacht werden. Nach dem derzeit gültigen Bauzeitenplan ist davon auszugehen, dass die Arbeiten bis August abgeschlossen werden. Diese umfassen den Abbruch der bereits vollständig entkernten und nahezu komplett von gesundheitsschädlichen Baustoffen befreiten acht Wohnblocks sowie der Zahnklinik und die Vorbereitung des Geländes.

Der Bebauungsplan für dieses Gebiet wird dem Amberger Stadtrat in seiner nächsten Sitzung zur Fassung des Satzungsbeschlusses vorgelegt und damit voraussichtlich im Herbst 2010 Rechtskraft erlangen. Rund 150 Euro soll der Quadratmeterpreis für die dort zur Verfügung stehenden Grundstücke betragen, spätestens Anfang 2011, so rechnet man, können die ersten Häuslebauer an der Richthofenstraße mit der Errichtung ihrer neuen Eigenheime beginnen. Für das übrige Gelände entlang der Steubenstraße müssen zuvor jedoch noch interne Erschließungsmaßnahmen durchgeführt werden.

Auch das Thema Fußgängerüberweg an der Kennedystraße wurde im Verlauf dieses Ortstermins ausführlich diskutiert. Problem ist hier die Tatsache, dass der Gehsteig der Sophie-Scholl-Straße genau auf der anderen Straßenseite endet als der Zebrastreifen über die Kennedystraße verläuft. Verlegt man den Überweg jedoch in nördliche Richtung, müsste die dort befindliche Bushaltestelle ebenfalls an anderer Stelle eingerichtet werden, was die Planer vor weitere Fragen stellt. Dennoch zeigte man sich zuversichtlich, für diesen Bereich, der auch im Bebauungsplan der ehemaligen Housing Area enthalten ist, letztlich eine geeignete Lösung zu finden.

Die zweite Bushaltestelle in der Kennedystraße betreffend, die sich vor der jetzt von der Luitpoldschule genutzten Schule befindet, wurde festgestellt, dass die für die kleineren Busse der amerikanischen Schüler ausgelegte Bucht für die Citybusse zu klein und daher für sie zum Befahren nicht geeignet ist. Dies wird jedoch von Fachleuten nicht unbedingt als Nachteil gesehen, da das Warten des nachfolgenden Verkehrs hinter einem Bus heutzutage eher als Erhöhung der Sicherheit denn als Gefährdung gilt.

Letzter Haltepunkt bei diesem Rundgang war das ehemalige Kompaniegebäude der amerikanischen Kaserne, in dem derzeit einige Klassen der Realschule untergebracht sind. Hier verschafften sich die Rundgangsteilnehmer einen Überblick über die Planungen der Montessorischule, die nach dem Auszug der Realschule dort ihr neues Domizil und dabei auch einen Anbau errichten wird. Zuvor muss jedoch die Sanierung des Altbaus der Realschule abgeschlossen sein, die voraussichtlich Anfang des nächsten Jahres in Angriff genommen wird.

Da ihre Schülerinnen und Schüler während der Umbauphase nicht vollständig im Neubau und im Ausweichquartier untergebracht werden können, müssten in diesem Zeitraum auf dem Möhlkasernengelände zusätzliche Container aufgestellt werden. Auch die Erweiterung des dort befindlichen Supermarktes und die Planungen des neuen Kreisverkehrs an der Sebastianstraße wurden bei diesem Ortstermin nochmals einer Begutachtung unterzogen.

Nr. 129.1/2010 | 21. Mai 2010 | 46 Zeilen à ca. 90 Anschläge | su