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| Geschichte des ÖPNV eine wahre Erfolggeschichte – Akzeptanz und Kooperationen wuchsen stetig an – Neuer Gemeinschaftstarif in Vorbereitung |
Amberg. Als wahre Erfolgsgeschichte stellt sich die Einführung des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) in der Stadt Amberg und im Landkreis Amberg-Sulzbach dar. Deutlich wurde dies im Rahmen einer Pressekonferenz mit Oberbürgermeister Wolfgang Dandorfer, an der auch der städtische Verkehrsreferent Otto K. Dietlmeier, der Geschäftsleiter des Zweckverbandes Nahverkehr Amberg-Sulzbach (ZNAS) Hans-Jürgen Haas sowie die Busunternehmer Andrè Linzer und Peter Bruckner teilnahmen. Gemeinsam präsentierten sie am Donnerstag die neuesten Eckpunkte und Ergebnisse dieser im Dezember 1993 gegründeten Kooperation von Stadt und Landkreis. Zweieinhalb Jahre nachdem sie ins Leben gerufen worden war, genauer am 1. April 1996, waren als erstes die Amberger Citybusse an den Start gegangen. Seither dienen acht Linien im Halbstunden- sowie weitere vier Linien im Stundentakt die innerstädtischen Haltestellen an. Zwei Jahre später wurde am 1. Juli 1997 der Verbundtarif der in der Verkehrsgemeinschaft Amberg-Sulzbach (VAS) zusammengeschlossenen Busunternehmen eingeführt. Am selben Tag trat die Kooperation mit dem Verkehrsverbund Großraum Nürnberg (VGN) in Kraft und ein weiteres Jahr später konnte der Stadtbusverkehr in Sulzbach-Rosenberg starten, der seitdem mit sechs Linien im Stundentakt unterwegs ist. Der Bau des Zentralen Omnibusbahnhofs (ZOB) in Amberg mit einer Investitionssumme von rund 4,3 Millionen Euro und einem Zuschuss der Regierung der Oberpfalz in Höhe von 1,6 Millionen Euro, zu dem am 11. September 2000 der Spatenstich erfolgte, war die nächste wichtige Errungenschaft dieses Zusammenschlusses. Die Kooperation mit dem Regensburger Verkehrsverbund (RVV) zum 1. Januar 2009 und die Zusammenarbeit mit der neuen Mitfahrzentrale der Europäischen Metropolregion Nürnberg, die seit dem 14. Juli dieses Jahres betrieben wird, sind die jüngsten Erweiterungen des ZNAS. Doch damit nicht genug. So werden derzeit in Koordinierung mit der Regierung die Weichen für nächste, Erfolg versprechende Maßnahmen gestellt. Ziel ist eine Modernisierung des Tarifsystems, wobei die bisherige Einteilung in Tarifzonen durch einen neuen Wabentarif ersetzt werden soll. Dadurch werden nicht nur die tatsächlich gefahrenen Strecken stärker berücksichtigt, sondern auch die Fahrpreisermittlung gestaltet sich dadurch erheblich einfacher. Zeitgleich ist vorgesehen, für die gesamte nördliche und mittlere Oberpfalz einen Gemeinschaftstarif zu entwickeln und die Tarifangebote entsprechend anzupassen. Ebenso in Planung ist eine verbesserte Anbildung des Amberger Stadtteils Schäflohe mit seinem Neubaugebiet Birkenfeld. Der Citybus scheidet dafür zwar aus, allerdings hat sich durch die Anbindung über die Linie 56 eine adäquate Alternative eröffnet. Obzwar momentan noch Untersuchungen laufen und ein umfangreicher Fragenkatalog, geht man von einer Realisierung zum Fahrplanwechsel im Dezember 2010 aus. Nr. 192.1/2010 | 29. Juli 2010 | 36 Zeilen à ca. 90 Anschläge | su |