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| Wenn nach einer Erkrankung der Verlust der Selbstständigkeit droht – Dr. Jens Trögner stellt die Frührehabilitation am Klinikum St. Marien vor – Erster Vortrag zum 19. Amberger Gesundheitsforum am kommenden Dienstag |
Amberg. Auch wenn es ihr Wunsch ist, solange wie möglich gesund zu bleiben und selbstständig im Leben zu stehen: Sobald ältere Menschen ernsthaft erkranken, setzt häufig ein unmerklicher Abbau ein, der im schlimmsten Fall zum Verlust der Alltagskompetenz – also der Fähigkeit, selbst für sich sorgen zu können – führen kann. Mit diesem Thema beschäftigt sich der erste Vortrag des diesjährigen Gesundheitsforums, der am kommenden Dienstag, 31. Januar, um 19.30 Uhr im Großen Rathaussaal stattfindet. Unter dem Titel „Heim oder heim? - Frührehabilitation für Hochbetagte“ setzt sich Dr. Jens Trögner, der Ärztliche Leiter der Abteilung für Geriatrie und Frührehabilitation am Klinikum St. Marien Amberg mit dieser Problematik auseinander. An deren Anfang steht für die Betroffenen häufig ein Krankenhausaufenthalt. Statt eines eigenständig bestimmten Alltagslebens drohen dann Pflegebedürftigkeit und Abhängigkeit von fremder Hilfe. Denn längere Phasen der Bettlägerigkeit sind für gebrechliche, ältere Patienten meist mit großen Schwierigkeiten verbunden, da sie die Mobilität und Alltagstauglichkeit dauerhaft einschränken können. Deshalb stellt sich die Frage „Heim oder heim?“ oftmals am Ende einer medizinisch erfolgreichen Behandlung. Die Abteilung für Altersmedizin (Geriatrie), die im letzten Jahr am Klinikum St. Marien eröffnet wurde, bietet für ihre Patienten neben der akutmedizinischen Behandlung darum gleichzeitig die Möglichkeit einer Frührehabilitation an. Ein umfassendes Behandlungsteam aus verschiedenen Berufsgruppen versucht dabei, verloren gegangene Funktionen in einem ganzheitlichen Ansatz wieder zu aktivieren. Mit seinen Ausführungen zu diesem Thema eröffnet Dr. Trögner das nunmehr 19. Amberger Gesundheitsforum. Die Veranstaltungsreihe wird vom Klinikum St. Marien in Zusammenarbeit mit der Volkshochschule der Stadt Amberg angeboten. Wie in den Vorjahren steht hierbei an drei aufeinander folgenden Dienstagabenden jedes Mal ein anderes Gesundheitsthema im Mittelpunkt. 2012 sind das neben dem Vortrag zur Frührehabilitation Informationen zur Strahlentherapie bei entzündlichen Gelenk- und Weichteilerkrankungen am 7. sowie eine Präsentation des Onkologischen Zentrums am 14. Februar. Nach den Einführungsreferaten haben die Besucherinnen und Besucher an jedem Abend Gelegenheit, eigene Erfahrungen zu schildern und sich direkt von den Experten Rat und Hilfe zu holen. Dazu schließt sich an die jeweiligen Vorträge ein Diskussionsteil an. Die Veranstaltungen finden allesamt im Großen Rathaussaal statt und beginnen jeweils um 19.30 Uhr. Der Eintritt zum Amberger Gesundheitsforum ist wie immer frei. Nr. 16/2012 | 26. Januar 2012 | 33 Zeilen à ca. 90 Anschläge | su |