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| Ausgefallener Bildungsvortrag wird nachgeholt – Thomas Rupf spricht über „Machtkämpfe in der Familie“ – Eltern und Fachleute eingeladen |
Amberg. „Machtkämpfe in der Familie – wenn man alles zehnmal sagen muss“, lautet das Thema eines Vortrags, zu dem das Schulreferat der Stadt Amberg bereits im Januar eingeladen hatte, das jedoch aufgrund einer Erkrankung des Referenten kurzfristig abgesagt werden musste. Jetzt wird dieses Angebot nachgeholt und findet am Montag, 21. Mai, um 19 Uhr in der Mensa des Gregor-Mendel-Gymnasiums statt. Die Teilnahme an dieser Veranstaltung, zu der Eltern ebenso wie Fachleute und Interessenten eingeladen sind, ist kostenlos. Referent ist der Diplom-Pädagoge Thomas Rupf. Der Pädagoge weiß bestens um die Probleme, die Machtkämpfe zwischen Kindern und Erwachsenen bereiten können und die unter Umständen weit über die Trotzphase hinaus vorkommen. In aller Regel kann dabei aber keiner gewinnen, so der Experte: „Lassen die Eltern ihre Macht sprechen, leidet meist ihre gute Beziehung zum Kind. Können sich die Kinder mit ihrem Willen durchsetzen, verlieren die Eltern zumindest einen Teil ihrer Autorität.“ Dass dies nicht wirklich so sein muss und was man tun kann, wenn sich Konfliktsituationen häufen und man daran erschöpft, macht Thomas Rupf in seinen Ausführungen deutlich. Er zeigt auf humorvolle Weise Möglichkeiten auf, wie man diesen alltäglichen Auseinandersetzungen mit kleinen ebenso wie mit großen Kindern gelassener begegnen kann. Dabei werden geeignete Wege aufgezeichnet, die Betroffene einschlagen können, um diese Situationen mit Geschick zu meistern – wobei aber letztlich jeder für sich selbst die praktikabelste Lösung finden muss. Der aus Österreich stammende Thomas Rupf studierte in Kiel Diplom-Pädagogik und hat seit seinem Abschluss 1996 umfangreiche Erfahrungen im Bereich Konfliktmanagement und Jugendarbeit gesammelt. Schwerpunkt seiner beruflichen Tätigkeit ist die praktische Arbeit mit Kindern und Jugendlichen in der Erziehungsberatung und im Bereich der Kinder- und Jugendpsychiatrie. Als Dozent der Uni-Klinik Kiel und freier Referent hilft er darüber hinaus Fachpersonal sowie Familien in schwierigen Zeiten weiter. Rupfs Referat bildet gleichzeitig den Auftakt für eine Reihe von Bildungsvorträgen, die das Schulreferat unter dem Dach der unter Begleitung des Basis-Instituts Bamberg erstellten Bildungsleitplanung anbieten möchte. Im Zuge dessen sind nach Angaben des städtischen Schulreferenten Wolfgang Dersch sowie von Schulamtsleiter Wolfgang Meier rund zwei Veranstaltungen pro Jahr geplant. Dersch und Meier ist es dabei besonders wichtig, dass sich die Zuhörerinnen und Zuhörer bei diesen Bildungsvorträgen selbst einbringen können. Sie sind deshalb dazu eingeladen, sich an der Diskussion zu beteiligen und Fragen zu stellen. Angesprochen werden mit dieser Seminarreihe alle Personen, die mit Kindern und Jugendlichen zu tun haben und dabei vor den angesprochenen Problemen stehen, also Eltern ebenso wie Erzieherinnen und Erzieher, Lehrkräfte sowie Betreuerinnen und Betreuer. Nr. 103/2012 | 4. Mai 2012 | 37 Zeilen à ca. 90 Anschläge | su |