amberg.de
     LEBEN IN AMBERG
     TOURISMUS
     KULTUR
     RATHAUS
     WIRTSCHAFT
amberg.de
Druckversion Druckversion

SUCHE

KONTAKT

LINKS
Ambergs Wald wird begutachtet und neu bewertet – Nach 20 Jahren steht eine so genannte Forsteinrichtung an – Derzeit Grundlagenbegehung

Amberg. Die 20 Jahre seit dem letzten Mal sind fast vorbei: Aus diesem Grund steht derzeit im Amberger Stadtwald eine so genannte Forsteinrichtung an, in deren Rahmen der aktuelle Zustand des Waldes begutachtet und neu bewertet wird, um auf dieser Grundlage die Bewirtschaftungsvorgaben für die kommenden zwei Jahrzehnte festzulegen. Zusammen mit den am Verfahren Beteiligten hat Oberbürgermeister Wolfgang Dandorfer im Forsthaus auf dem Mariahilfberg den Startschuss für diese Maßnahme gegeben.

Gemeinsam mit Stadtkämmerer Franz Mertel sowie dem Leiter des städtischen Forstamtes Roland Strehl und dessen Kollegen, Revierleiter Martin Seits und Reiner Busch, begrüßte der OB Forstdirektor Richard Schecklmann vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) Amberg, Forsteinrichtungskoordinator Dirk Lüder vom AELF Bayreuth sowie Diplom-Forstwirt univ. Uwe Vos (Waldkirchen), der als Forstsachverständiger für die rund ein Jahr dauernde Forsteinrichtung verantwortlich zeichnet.

Oberbürgermeister Wolfgang Dandorfer nutzte diese Gelegenheit, um auf die herausragende Stellung des Amberger Stadtwalds aufmerksam zumachen. „Die Bevölkerung ist schon ein Stück weit stolz auf ihren Wald“, berichtete er und verwies dabei vor allem auf die wichtige Funktion des Mariahilfberges als „Amberger Naherholungsgebiet Nummer eins“. Diese verbinde sich zu Bergfestzeiten mit einem kulturhistorisch bedeutsamen Aspekt für die Bürgerinnen und Bürger.

Amberg mit seinen rund 2000 Hektar Kommunalwald stellte der Oberbürgermeister zu diesem Anlass als einen der größten kommunalen Waldbesitzer Bayerns vor und erinnerte daran, dass zur Bewirtschaftungsfläche des städtischen Forstamtes auch der gesamte Wald der Bürgerspitalstiftung sowie die im Einzugsgebiet der Wassergewinnungsanlagen befindlichen Waldgebiete der Stadtwerke Amberg gehören.

Deutlich sprach sich OB Wolfgang Dandorfer in diesem Zusammenhang gegen den kürzlich laut gewordenen Vorwurf aus, im städtischen Forstamt seien „zu viele Mitarbeiter“ beschäftigt. „Betrachtet man den gesamten Forstbetrieb der Stadt Amberg, so kommen zum Stichtag 1. Januar 2013, nach dem altersbedingten Ausscheiden eines Forstwirtes, 1,64 Waldarbeiter auf 1000 Hektar Wald – und damit können wir uns in puncto Personalschlüssel sehr wohl mit staatlichen Einrichtungen messen“, betonte der Oberbürgermeister unter Hinweis auf die Tatsache, dass die Zahl der Beschäftigten in der Vergangenheit ohnehin bereits sukzessive abgebaut worden sei.

„Im Rahmen der Forsteinrichtung wird auch der Hiebsatz für unsere Wälder neu festgesetzt“, erläuterte im Anschluss daran der städtische Forstamtsleiter Roland Strehl den ersten von insgesamt zwei Gründen, die aus seiner Sicht die Forsteinrichtung dringend notwendig machen. Beim Hiebsatz, der die Menge des Holzes angibt, die jährlich geschlagen werden darf, handelt es sich laut Strehl um „ein wichtiges Kriterium und eine bedeutende betriebswirtschaftliche Größe für die Forstbetriebe“.

Froh zeigte sich der Forstamtsleiter aber auch über die Tatsache, dass im Zuge der Maßnahme das Kartenmaterial erneuert wird. „In den letzten zwanzig Jahren hat sich viel getan im Wald. Das findet nun endlich auch in den Plänen seinen Niederschlag“, erklärte Strehl und strich die große Bedeutung detaillierter, verlässlicher Karten für die Forstarbeit heraus.

Bevor diese erstellt werden können, sind jedoch erst einmal Grundlagenbegehungen erforderlich. Dabei werden im Verlauf intensiver Begutachtungen unter anderem die Zusammensetzung des Baumbestandes, das Alter der Bäume sowie Kriterien wie beispielsweise Verbissschäden untersucht und protokolliert, wie Strehl informierte. Finanziert wird die Forsteinrichtung jeweils zur Hälfte vom Freistaat Bayern und von der Stadt Amberg. (su)

(47 Zeilen à ca. 90 Anschläge)