Klimaanpassung

Durch steigende Temperaturen, häufigere Extremwetterereignisse und sich verändernde Jahreszeiten werden Klimaanpassungsmaßnahmen immer wichtiger. In den letzten 100 Jahren hat die geglättete Jahresmitteltemperatur in Amberg (Unterammersricht) um 2°C zugenommen.

Mit rund 2.200 ha ist die Stadt Amberg größter kommunaler Waldbesitzer in Ostbayern. Der städtische Wald speichert rund 25.000 Tonnen klimawirksames CO2 jährlich - so viel wie 2.250 einfache Flüge nach Australien emittieren. Doch nicht nur in Sachen Klimaschutz ist der Wald in Stadtbesitz eine gute Sache, sondern auch in Sachen Klimaanpassung: Wasserbildung, Luftreinhaltung und Artenvielfalt sind nur einige Schlagwörter, mit denen ein gesunder Wald dem Klimawandel begegnen und den Menschen in seiner Umgebung dienen kann.

Grünstrukturen wie Parks, Wälder und Gärten in einer Stadt sind Lebens- und Erholungsraum. Auch in Sachen Klimaanpassung sind sie kleine Wunderwerke: Durch Evapotranspiration kühlen Pflanzen an heißen Tagen die Luft und erhöhen die Aufenthaltsqualität in der Fläche. Daher ist die Stadtverwaltung bemüht, Grünstrukturen zu erhalten und weiter auszubauen, z.B. mit Totholzgärten sowohl im Stadtzentraum als auch in der „freien Fläche“. Zudem fördert die Stadt Begrünungsmaßnahmen in den Höfen der Altstadt. Mehr Informationen finden Sie bei der Altstadtberatung der Stadt.

Amberg ist durch zahlreiche bauliche Maßnahmen gegen Hochwasser gut geschützt. Regenrückhaltebecken werden als artenreiche Blühwiesen gestaltet. Auch der Biber spielt eine tragende Rolle beim Hochwasserschutz. Durch akkurates Bibermanagement der Stadt wird neuer Lebensraum für Tiere und Pflanzen geschaffen und gleichzeitig Wasser bei Starkregenereignissen in der Fläche zurückgehalten.

Totholzgärten, Streuobst und Extensivierung von landwirtschaftlichen Flächen schaffen und erhalten Lebensraum und erfüllen damit eine wichtige Funktion in Zeiten sich wandelnder klimatischer Bedingungen. Teils durch Humusaufbau und teils durch Ausmagerung auf landwirtschaftlich genutzten Privatflächen sowie den Erhalt von Tot- und Habitatholz in privater Forstwirtschaft machen die Land- und Forstwirte die Landschaft stabiler gegenüber Extremwetterereignissen. Diese Maßnahmen werden durch die Stadt Amberg unterstützt.