Margot Luf stellt in der Stadtgalerie aus

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Foto © Margot Luf

Bronzeskulpturen, teilweise mit Eitempera bemalt, und Papierarbeiten stehen im Mittelpunkt einer Ausstellung, die am Donnerstag, 14. Oktober, um 19.30 Uhr in der Stadtgalerie Alte Feuerwache eröffnet wird. Die Präsentation trägt den Titel „Side by Side“ und umfasst Werke der in München lebenden und arbeitenden Margot Luf, die sich der Tradition der klassischen Moderne verschrieben hat. Ihre Skulpturen strahlen damit einen Charme aus, den Kunstkenner und -liebhaber von Joan Miro, Hans Arp und Alexander Calder kennen und schätzen.

Die Bürgerinnen und Bürger sind zu dieser Vernissage eingeladen, wobei die aktuellen Zutritts- und Hygienevorschriften beachtet werden müssen. Im Anschluss an diese Eröffnung werden die Exponate von Margot Luf noch bis zum 21. November in der Stadtgalerie zu besichtigen sein. Diese ist Dienstag bis Freitag jeweils von 11 bis 16 Uhr sowie samstags und sonntags von 11 bis 17 Uhr geöffnet und über das Stadtmuseum Amberg zugänglich.

Dass sich ein Besuch dieser Ausstellung lohnt, beweist nicht nur die eindrucksvolle Vita der 1945 in Altenmarkt an der Alz geborenen Künstlerin, die nach ihrem Studium der Malerei und dem Besuch der Kunstakademie München unter anderem mit Lothar Fischer und Stefan Becker zusammengearbeitet hat. Auch ein Aufenthalt in New York sowie zahlreiche Einzel- und Gruppenausstellungen in Berlin, München, Ulm und Frankfurt, aber auch in Nizza sowie an verschiedenen Stationen in Schweden, Finnland und den Niederlanden gehören zu ihren künstlerischen Stationen.

Margot Lufs Skulpturen, die auch im Zentrum der Amberger Ausstellung stehen, erinnern an Akrobaten, die sich in der Zirkusarena zu schwindelerregenden Höhen übereinanderstapeln, schwingen sich auf und erobern auf diese Weise den Raum. Die Verbindung der einzelnen Teile, aus denen sich die Formenarrangements der Künstlerin zusammensetzen, beschränkt sich dabei auf einzelne Punkte, an denen die Zylinder, Bögen, Halbkreise oder Dreiecke dem Ganzen gehorchen, bevor sie sich wieder ganz ihrem Eigenleben zuwenden.

Ziel Margot Lufs ist es, den Betrachter in einen Dialog mit den Skulpturen treten zu lassen, in dessen dynamischen Verlauf er schließlich selbst zum aktiven Teilnehmer, zum Performer wird. Sie wünscht sich daher, dass die Besucherinnen und Besucher der Ausstellung „Seite an Seite“ oder eben „Side by Side“ diese Einladung annehmen und sich zu diesem Zwiegespräch anregen lassen, das für alle Beteiligten eine inspirierende Auseinandersetzung zu werden verspricht.

 (su)