Marion Mack gewinnt StimulART Wettbewerb

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Die Preisträger des Zeitkapsel-Wettbewerbs: Preisträger Marion Mack (links) und der Zweitplatzierte Stefan Stock. Foto © Stadt Amberg, Laura Radulescu

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Die Preisverleihung fand online statt. Oberbürgermeister Michael Cerny (unten rechts) gratulierte. Screenshot © Stadt Amberg, Susanne Schwab

Glas, Eisen und Salz – aus diesen drei mit der Amberger Stadtgeschichte eng verwobenen Elementen besteht auch das Gewinnerobjekt des StimulART-Wettbewerbs, das nun zusammen mit den beiden weiteren Preisen im Rahmen einer Videokonferenz vorgestellt wurde. „Zeitkapsel – eine Botschaft für das 21. Jahrhundert“ war der Wettbewerb überschrieben, den die Künstlerin Marion Mack mit ihrem Objekt „Heimat ‚Glas-Salz-Eisen‘ Frozen in Time“ für sich entscheiden konnte.

In ihrem Objekt sah die Jury das kulturelle und industrielle Erbe der Stadt Amberg am besten umgesetzt. Die dabei verwendeten Elemente spiegeln nach Ansicht der Juroren auf den ersten Blick die Geschichte Ambergs wider. Den zweiten Platz belegte Stefan Stock mit seiner Figur „Der Wächter“. Platz drei ging an das Amberger Unternehmen Herzing GmbH und das Objekt „Bierflasche“. Marion Mack, Stefan Stock und Roland Zeitler, Geschäftsführer der Firma Herzing, nahmen an dieser ersten Preisverleihung teil, die erstmalig in der Amberger Geschichte online über die Bühne ging.

Zusammen mit ihnen hatten sich auch Oberbürgermeister Michael Cerny, Projektmanagerin Laura Radulescu und Denise Sennewald-Dundek von StimulART sowie Reiner Volkert, Kulturamtsleiter und Wettbewerbsjuror, zugeschaltet, um den Preisträgern zu ihren ausgezeichneten Ideen und zu ihrem Erfolg zu gratulieren. In einer kurzen Laudatio stellte Oberbürgermeister Michael Cerny die Bedeutung der Kultur- und Kreativwirtschaft für die Stadt Amberg heraus.

„Mir bereitet es großes Vergnügen, zu sehen, wie einfallsreich die Amberger Bürgerinnen und Bürger sind. Gerade in der momentanen Zeit ist Kreativität ein wichtiges Element unseres Zusammenlebens“, erklärte der OB und betonte dabei ausdrücklich, wie begrüßenswert es sei, dass neben zwei Künstlern auch ein Wirtschaftsunternehmen zu den Preisträgern gehört. Gleichzeitig nutzte er die Gelegenheit, ihnen allen auch weiterhin bei all ihren Aktivitäten viel Erfolg zu wünschen.

Aber auch dem Gesamtprojekt StimulART, dessen weitere Planungen auch die kommenden beiden Jahre jeweils einen Wettbewerb vorsehen, galt das Augenmerk des Amberger Oberbürgermeisters. „Es ist wichtig für die Stadt Amberg, dabei zu sein und die für die Kunst- und Kreativwirtschaft wichtigen Strukturen zu schaffen – und in der Zwischenzeit ist bereit viel geschehen“, stellte er fest. Dass eine „physische Übergabe“ in diesen Coronatagen nicht möglich sei, bedauerte OB Michael Cerny sehr.

Stattdessen hatte jeder der Preisträger eine Urkunde für seine Leistung entgegennehmen können. Außerdem sind die drei ersten Plätze mit einem Geldpreis dotiert. Die Gewinnerin des ersten Platzes darf sich zusätzlich über ein professionelles Fotoshooting mit dem Amberger Fotografen Marcus Rebmann und einen kleinen Bericht in einer Ausgabe des Amberg Magazins freuen. Außerdem tritt Marion Mack automatisch gegen die Sieger der Projektpartner aus Ungarn, Italien, Slowenien und Deutschland an.

An ihr und ihren drei Mitstreitern lag es anschließend, ihre Projekte kurz vorzustellen. So berichtete Marion Mack, ihre Glasobjekte, von denen sie eines eingereicht hatte, seien frei am Ofen geformt. Die sichtbaren Einschlüsse seien durch das Einschmelzen von Salz und Eisen entstanden. Stefan Stock hatte – ganz typisch für ihn, wie auch OB Michael Cerny bemerkte – eine Assemblage aus recycelten Gegenständen mit dem Titel „Der Wächter“ eingereicht. Das Objekt besteht aus einem mehr als 50 Jahre alten Feuerwehrhelm, den Resten einer Munitionskiste und Stacheldraht, einem Geweih und einer alten Druckmaschine – „alles aus Amberg“, wie Stock betonte.

Die Metallbaufirma Herzing, vertreten durch Geschäftsführer Roland Zeitler, hatte sich in Anlehnung an die Brautradition in Amberg mit einer 4 Meter hohen Bierflasche aus Stahl an dem Wettbewerb beteiligt. „Wir werden diesen Entwurf auch noch umsetzen, wenn auch nicht in der ursprünglich geplanten Größe“, erläuterte Zeitler und versprach, das gewonnene Geld in die Mannschaftskasse zu spenden. Im Gegenzug versprach der Amberger Oberbürgermeister, die Mannschaft auf ein Fass Bier einzuladen – „sobald unser Bierfest wieder stattfinden kann“.

Insgesamt wurden bei diesem Wettbewerb sieben unterschiedliche Produkte und Ideen eingereicht. Von einem Hörspiel über einen Lenkdrachen bis zu einer Steinfliese reichte das breite Ideenspektrum. Projektmanagerin Laura Radulescu dankte den Teilnehmerinnen und Teilnehmern und machte zum Abschluss deutlich: „Ohne die örtliche Kultur- und Kreativwirtschaft wäre das StimulART Projekt nicht erfolgreich.“

Ein besonderes Dankeschön für die Unterstützung richtete sie stellvertretend für das gesamte Team von StimulART aber auch an die Unterstützer des Wettbewerbs. Dazu gehören das Stadtmuseum und das Luftmuseum Amberg, Marcus Rebmann, Fotograf und Mitglied im Verein Kultur- und Kreativwirtschaft Mittlere Oberpfalz Amberg, Sebastian von der Recke, ebenfalls Vereinsmitglied, sowie das Büro Wilhelm.

(su)


Über den Wettbewerb

Der StimulART Award ist Teil des gleichnamigen Projektes, das seit April 2019 die lokale Kultur- und Kreativwirtschaft und deren Entwicklungschancen in den Fokus rückt. Der Wettbewerb stand in diesem Jahr unter dem Motto „Zeitkapsel – Eine Botschaft für das 21. Jahrhundert“. Gesucht wurde ein zukunftsfähiges Produkt, das das historische, kulturelle oder industrielle Erbe Ambergs aufgreift.

Es folgen noch zwei weitere Wettbewerbe im Jahr 2021 und 2022. Sie werden wie auch dieser Wettbewerb in allen Partnerstädten durchgeführt. Am Ende des StimulART Projektes wird aus allen Städten ein Sieger gekürt, der an der StimulART Abschlussveranstaltung in Jászberény (Ungarn) teilnehmen wird.

Über StimulART

Bei StimulART handelt es sich um ein Projekt, das von der Europäischen Union über das Programm Interreg Central Europe, Teil des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EDRF), finanziert wird. Es wurde am 1. April 2019 gestartet und hat eine Laufzeit von 36 Monaten.

Projektpartner der Stadt Amberg sind die Stadt Jászberény (Projektleitung als Lead Partner) und Jászkerület Non-profit Ltd. in Ungarn, die Gemeinde Kamnik und das Institut für Tourismus, Sport und Kultur in Kamnik in Slowenien, die Stadt Vittorio Veneto und Bclever srls aus Italien sowie die Universität Regensburg und die Stadt Naumburg an der Saale, Deutschland.

Das Hauptziel von StimulART ist die Verbesserung der Kultur und Kreativwirtschaft in mittelgroßen mitteleuropäischen Städten, die Stärkung der Produktion und hochwertiger Dienstleistungen sowie die Schaffung neuer Möglichkeiten für qualifizierte Fachkräfte durch maßgeschneiderten Kapazitätsaufbau sowie durch Strategie- und Know-how-Entwicklung.

Für weitere Informationen rund um das Projekt steht Laura Radulescu unter der E-Mail-Adresse laura.radulescu@amberg.de als Ansprechpartnerin zur Verfügung.