20.000 Erstimpfungen überschritten

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Eine Schutz-Impfung gegen das Coronavirus wird vorbereitet. Foto © Simon Wiesner, Stadt Amberg

Ein weiterer wichtiger Meilenstein in der Bekämpfung der Corona-Pandemie ist erreicht. In der Stadt Amberg und dem Landkreis Amberg-Sulzbach wurde am Wochenende die Marke von 20.000 Erstimpfungen überschritten. „Es freut uns außerdem, dass allen Personen der 1. Prioritätsgruppe mittlerweile ein Impfangebot unterbreitet wurde“, bilanzieren Oberbürgermeister Michael Cerny und Landrat Richard Reisinger in einer gemeinsamen Presseerklärung mit dem BRK-Kreisverband.

Nachdem die zeitweise Einstellung der Impfungen mit dem Impfstoff der Firma AstraZeneca dem Impffortschritt in der Stadt Amberg und dem Landkreis Amberg-Sulzbach einen Dämpfer versetzt hatte, schickte sich der BRK-Kreisverband Amberg-Sulzbach in der vergangenen Woche an, die verlorene Zeit aufzuholen. „Es ist eine beeindruckende Leistung, wie die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den beiden Impfzentren trotz der bereits hohen Auslastung, das Impftempo nochmals erhöhten“, lobt Oberbürgermeister Michael Cerny.

In der 12. Kalenderwoche, vom 22. bis 28. März 2021, wurden 6.124 Impfungen, davon 4.978 Erst- und 1.146 Zweitimpfungen durchgeführt. Damit wurden mittlerweile 21.391 Personen in Stadt und Landkreis erstgeimpft. 7.827 Personen haben bereits die Zweitimpfung erhalten. Die Erstimpfungsquote beträgt 14,7%. „Damit sind wir dem Schutz unserer Bevölkerung vor dem Virus wieder einen wichtigen Schritt näher gekommen“, bewertet Landrat Richard Reisinger die aktuellen Zahlen.

BRK-Kreisgeschäftsführer Sebastian Schaller erläutert dazu: „Das zeigt, wie sehr die Impfgeschwindigkeit vom Impfstoffzulauf abhängig ist. Um die ersten 10.000 Erstimpfungen zu erreichen, haben wir noch 70 Kalendertage gebraucht. Die nächsten 10.000 Impfungen schafften wir in 20 weiteren Kalendertagen. Und es geht noch schneller, wie wir letzte Woche bewiesen haben.“ Schaller begrüßt den Einstieg der Hausärzte in die Impfungen ab April 2021, gibt aber auch zu bedenken: „Mit im Schnitt 875 täglichen Impfvorgängen befinden wir uns im Moment an der Kapazitätsgrenze, wir arbeiten sieben Tage die Woche von 8 bis 22 Uhr in drei Schichten. Wir könnten noch mehr leisten, dazu müsste der Freistaat aber dem weiteren Ausbau der Kapazitäten zustimmen. Zuletzt wurde der Kapazitätsausbau mit Verweis auf die erhofften Auswirkungen des Einstiegs der niedergelassenen Ärzte gestoppt.“

Mittlerweile wurde auch allen Personen der 1. Prioritätsgruppe, zu der auch die Senioren ab 80 Jahren gehören, ein Impfangebot gemacht. Personen der 1. Prioritätsgruppe, die bisher skeptisch waren und sich nun doch noch für eine Impfung entscheiden, können innerhalb kürzester Zeit mit einem Impftermin rechnen. Das BRK ruft diejenigen Bürger ab 80 Jahren, die bereits vor dem 27. März 2021 registriert waren und bisher keine Impfeinladung bekommen haben, auf, sich telefonisch unter 09621/16229-7100 zu melden. Hierzu erläutert der Kreisgeschäftsführer: „Bei so vielen Impfungen ist es nicht auszuschließen, dass irgendwo etwas schief geht – vielleicht hat sich zum Beispiel die Telefonnummer geändert oder unsere Anrufversuche und Mails wurden übersehen. Wenn jemand aus der 1. Prioritätsgruppe deshalb kein Impfangebot erhalten haben sollte, werden wir das kurzfristig korrigieren.“

(grt)