Mobilitätswoche startet mit Verkehrszählung

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Beispiel für einen Zählstandort. Foto © Philipp Benkowitz

Zum sechsten Mal in Folge nimmt Amberg an der Europäischen Mobilitätswoche vom 16. bis 22. September 2022 teil. Dieses Jahr gibt es mit der gesamtstädtischen Verkehrszählung und der Mobilitätsbefragung eine Premiere: An 60 Zählstellen über die gesamte Stadt verteilt werden Kfz, Radfahrer und Fußgänger durch spezielle Kameras gezählt.

Angst haben, mit einer der Kameras überwacht zu werden, braucht laut Ulrich Schaller, Leiter der Stabsstelle Mobilität und Verkehr, niemand. Die Erhebung läuft vollkommen anonymisiert ab, ein Erkennen von Kennzeichen oder sogar Gesichtern ist aufgrund der niedrigen Verpixelung der Kameras ausgeschlossen. Ergänzt wird die gesamtstädtische Verkehrszählung durch eine Mobilitätsbefragung. Bei dieser Befragung dürfen schnell 6.000 Haushalte im Amberger Stadtgebiet ihr Mobilitätsverhalten beschreiben – zum Beispiel, wie oft mit Fuß, Rad, Bus und Auto welche Strecken zurückgelegt werden. Mehr Infos zur Mobilitätsbefragung finden Sie unter www.amberg.de/mobil .

Stabsstelle Verkehr und Mobilität plant für die Zukunft

Diese Kombination aus Verkehrszählung und Mobilitätsbefragung wird die Basis für eine zukunftsfähige Verkehrsinfrastruktur in Amberg darstellen. Dass Amberg in Richtung nachhaltige Infrastruktur für alle Verkehrsteilnehmenden voranschreitet, zeigt sich z. B. an einer Reihe kürzlich umgesetzter Radwegeprojekte, wie z.B. die neuen getrennten Geh- und Radwege in der Stauffenbergstraße oder die Schutzstreifen in der Raigeringer Straße und Krumbacher Straße.

Der Lückenschluss des Radwegs außerhalb Ambergs entlang der Straße nach Köfering wird noch in 2022 realisiert und künftig das gefährliche Queren der Straße überflüssig machen. Ebenfalls in 2022 wird ein Radfahrstreifen stadteinwärts entlang des Haager Weg aufgebracht und die Sammelgarage für 40 Fahrräder am Multifunktionsplatz aufgestellt. 2023 soll dann in der Köferinger Straße entlang des D-Programms ein neuer Radweg entstehen. „Schutzstreifen und Radfahrstreifen sind in Amberg noch ein Novum“, so Schaller. „Leider halten sich noch nicht alle Autofahrer an die geltenden Regeln der Straßenverkehrsverordnung.

Die StVO verbietet es, auf diesen Streifen zu parken oder zu halten. Zudem muss beim Überholen eines Radfahrenden innerorts immer ein Abstand von 1,5 m eingehalten werden.“ Mittels einer eigenen Kampagne will die Stabsstelle gezielt für ein besseres Miteinander zwischen Radfahrern und Autofahrern werben. Im Bereich ÖPNV ist die Stabsstelle aktuell bei den Beratungen zum neuen Buskonzept aktiv. Die Planungen, die vom Verkehrsverbund Großraum Nürnberg (VGN) und vom Zweckverband Nahverkehr Amberg-Sulzbach (ZNAS) geleitet werden, beinhalten vor allem Fragestellungen zur zukünftigen Linienführung und zur Vertaktung der City- und Regionalbusse.

Europäische Mobilitätswoche

Neben Verkehrszählung und Mobilitätsbefragung gibt es eine weitere Aktion während der Europäischen Mobilitätswoche, die Corinna Loewert, Klimaschutzmanagerin Amberg und lokale Koordinatorin der Woche, erläutert: „Wir freuen uns riesig, dass gemeinsam mit dem Zweckverband Kommunale Verkehrssicherheit Oberpfalz das dritte Jahr in Folge die Aktion Zu -Fuß-zur-Schule an den Amberger Grundschulen gestartet.“ Dabei werden Grundschüler spielerisch animiert, lieber zu Fuß statt mit dem Elterntaxi zur Schule zu kommen. Zusätzlich finden alle Interessenten während der Europäischen Mobilitätswoche auf Facebook @KlimaschutzAmberg Neuigkeiten für eine nachhaltigere Amberger Mobilität.