Neues Verzeichnis der Selbsthilfegruppen

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Landrat Richard Reisinger, Dr. Norbert Vogl, Dr. Harald Knerer-Brütting, Martin Reinhardt, Kerstin Bauer und Bürgermeister Martin J. Preuß (v.l.n.r.) bei der Vorstellung des neuen Selbsthilfeverzeichnisses auf dem Rathausbalkon. Foto © Susanne Schwab, Stadt Amberg

Immer mehr Menschen mit gesundheitlichen Problemen haben den Wunsch, sich mit anderen Betroffenen, die sich in einer ähnlichen Situation befinden, in Selbsthilfegruppen zu treffen. Dahinter steht in aller Regel die Absicht, sich selbst und die eigene Situation zu verändern, aber auch, sich mit anderen auszutauschen, Informationen zu erhalten oder auch sozialen und politischen Einfluss zu nehmen.

Vor diesem Hintergrund haben sich auch in der Stadt Amberg und im Landkreis Amberg-Sulzbach zahlreiche Gruppen zusammengeschlossen. Um welche es sich dabei im Einzelnen handelt, lässt sich einem Selbsthilfegruppenverzeichnis entnehmen, das jetzt unter der Leitung der bei der Stadt Amberg eingerichteten Kontaktstelle für Selbsthilfegruppen erarbeitet und gemeinsam mit dem Landkreis Amberg-Sulzbach neu aufgelegt wurde.

Kontaktstellenleiterin Kerstin Bauer hat das Infoheft nun zusammen mit Bürgermeister Martin J. Preuß, Landrat Richard Reisinger, Referatsleiter Dr. Harald Knerer-Brütting und dem Leiter des Amtes für soziale Angelegenheiten Martin Reinhardt von der Stadt Amberg sowie Verwaltungsdirektor Dr. Norbert Vogl vom Landratsamt Amberg-Sulzbach vorgestellt.

Die Broschüre ist zum einen an den bekannten Auslagestellen, zum anderen an einem Infostand erhältlich, der am Samstag, 17. Oktober, von 8 bis 14 Uhr auf dem Amberger Marktplatz zu finden sein wird. Außerdem steht das Verzeichnis auf der Homepage der Stadt Amberg unter www.amberg.de/Selbsthilfegruppen zum Download bereit und wird hier in regelmäßigen Abständen aktualisiert.

„Nur Du allein schaffst es, aber Du schaffst es nicht allein“, lautet eine zentrale Botschaft, der sich die Selbsthilfegruppen verpflichtet fühlen. Dabei bedeute Selbsthilfe aber nicht nur, miteinander in Kontakt zu treten und zu reden. „Die Gruppen organisieren Vorträge und informieren ihre Mitglieder, sie gestalten gemeinsame Aktivitäten, bieten individuelle Betroffenenberatung an und bringen ihre Erfahrungen auch in Kooperation mit Gesundheitseinrichtungen ein. Sie sind also im besten Sinne Interessensvertretungen“, erläutert Kerstin Bauer, die regelmäßig mit den Gruppenvertretern zusammentrifft.

Ein besonderes Anliegen ist es ihr aus dieser Erfahrung heraus, darauf aufmerksam zu machen, dass der Selbsthilfe gerade jetzt in Coronazeiten große Bedeutung zukommt. „Vor allem in Krisen wie dieser ist es für Betroffene wichtig, nicht allein zu sein und sich nicht hilflos und einsam zu fühlen“, so die Kontaktstellenleiterin. Aus diesem Grund bittet sie Organisationen, Einrichtungen oder Gaststätten, die Räumlichkeiten für Treffen zur Verfügung stellen können, sich bei ihr zu melden.

„Leider sind in diesen Tagen zahlreiche Versammlungsorte weggefallen, weil die Hygieneregeln nicht eingehalten werden können oder sie ganz geschlossen haben“, berichtet sie. Für Rückfragen und weitere Auskünfte rund um dieses Thema sind Kerstin Bauer und Verena Preisinger von Montag bis Donnerstag von 9 bis 12 Uhr sowie am Dienstag von 14 bis 16 Uhr im Spitalgraben 3 bzw. unter Telefon 09621/10-1399 erreichbar. Ebenso ist es möglich, der Kontaktstelle an die Adresse kerstin.bauer@amberg.de eine E-Mail zuzusenden.

(su)