Reminiszenzen zur Landesgartenschau 1996

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Für die Landesgartenschau 1996 wurde von Gärtnern aus Ambergs Patenstadt Périgueux eine Nachbildung der „Cathédrale Saint-Front“ aus einer Vielzahl von Pflanzen aufgestellt. Die Blumenkathedrale stand auf einem Hügel und war sechs Meter hoch und sieben Meter breit. Foto © Stadtarchiv

Vor 25 Jahren, genauer vom 26. April bis 6. Oktober 1996, hat in Amberg unter dem Motto „Leben am Fluss“ die bayerische Landesgartenschau stattgefunden. Die bis dahin größte Landesgartenschau Bayerns – und nicht wenige sagen, sie sei auch die schönste gewesen. Mehr als eine Million Besucherinnen und Besucher konnten die Veranstalter willkommen heißen. In einem Lichtbildervortrag blickt der Leiter der Regionalgruppe Amberg des Historischen Vereins, Dieter Dörner, am Donnerstag, 7. Oktober 2021, auf das Geschehen zurück.

Die ersten Überlegungen zur Ausrichtung der Landesgartenschau hatten bereits Ende der 1980er Jahre begonnen.  Vorgabe war es, für eine Verbesserung der Lebensqualität auf dem Gelände zu sorgen und langfristig ein Naherholungsgebiet zu schaffen. Und es gelang: Das vorgelegte Konzept wurde als schlüssig beurteilt, die Bewerbung war erfolgreich. Nachdem die Renaturierung der Vils lief seit geraumer Zeit im Gange war, konnte nun auch mit den Arbeiten für die Landesgartenschau auf dem 33 Hektar großen Gelände begonnen werden.

Schon damals ahnten die Planer und Ausführenden, dass eine solche Maßnahme nicht zu realisieren ist, ohne dass Unerwartetes geschieht. So erwartete sie die erste Überraschung bereits mit der Entfernung der Teerdecke auf dem Alten Dultplatz. Weitaus publikumswirksamer aber waren sicher die Folgen des Unwetters, das sich wenige Tage vor der Eröffnung ereignete, und die weit über den Erwartungen gelegene Besucherzahl von mehr als einer Million.

Im Vorfeld galt es, Hallen für die Blumenschauen und die Gastronomie zu schaffen, einen Pavillon für die Schmetterlinge, eine Fischerhütte, ein Biber-Freigehege und eine Kneipp-Anlage herzustellen, den Vesuna-Turm einzubinden, das Modell der Kathedrale von Perigueux zu errichten, Vilsplätten zu bauen und Tausende von Blumen und Hunderte von Sträuchern und Bäumen zu pflanzen. Schließlich mussten auch noch 30 Führerinnen und Führer für die Landesgartenschau ausgebildet werden.

Dies alles wird der Vortrag nochmals Revue passieren lassen, der in Zusammenarbeit mit der Volkshochschule der Stadt Amberg im Großen Rathaussaal des Amberger Rathauses stattfindet. Er beginnt am Donnerstag, 7. Oktober, um 19 Uhr. Für die Teilnahme ist eine Anmeldung unter Angabe der Kontaktdaten bei der Volkshochschule Amberg erforderlich. Diese kann unter www.vhs-amberg.de oder Telefon 09621/10-1868 vorgenommen werden. Bei der Veranstaltung gilt die 3G-Regel. Ein entsprechender Nachweis ist vorzulegen. Die Teilnahme an dem Vortragsabend ist kostenlos.

 (su)