Klimaschutz

Förderprogramm „Fürs Amberger Klima“

Egal, ob es das Lastenfahrrad, der Heizungspumpentausch, die Gebäudesanierung, die Verschrottung Ihres Diesels oder einfach die Anschaffung einer neuen Waschmaschine ist, ab Januar 2020 werden Klimaschutzmaßnahmen durch das Amberger Förderprogramm „Fürs Amberger Klima“ bezuschusst. Die Stadt Amberg belohnt dadurch die Bürgerinnen und Bürger, die ihren Beitrag zum Klimaschutz leisten. Das Beste dabei ist, dass Maßnahmen gefördert werden, die sich jeder leisten kann. Denn jeder kann etwas zum Klimaschutz beitragen!

Somit können Sie ab 2020 in vier Schritten Ihr Klimaschutzprojekt fördern lassen:

  • Förderantrag einreichen
  • Vorbescheid abwarten
  • Förderobjekt kaufen
  • Endbescheid erhalten und Geld kassieren

Bitte entnehmen Sie der Förderrichtlinie „Fürs Amberger Klima“ die Förderbedingungen. Für Rückfragen steht Ihnen gerne die Klimaschutzmanagerin der Stadt Amberg zur Verfügung: Corinna Loewert, Corinna.Loewert(at)Amberg.de, Telefon 09621 10-2403.

Förderanträge und Formblätter

Kreative Ideen gesucht - Klimaschutz neu denken

Der Mai 2020 steht ganz im Zeichen der Umwelt. Denn bereits zum dritten Mal veranstalten die Stadt Amberg, der Landkreis Amberg-Sulzbach und das Zentrum für erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit (ZEN e.V.) in Kooperation mit regionalen Akteuren vom 8. bis 17. Mai die Klimaschutzwoche.

Eine Woche lang gibt es Veranstaltungen, Vorträge und Mitmach-Aktionen rund um das vielfältige Thema „Klimaschutz“. Dabei soll es vor allem um eines gehen: Spaß. Denn Klimaschutz bedeutet nicht Verzicht, sondern das augenzwinkernde Hinterfragen des eigenen Tuns. Wer Klimaschutz betreibt, dem bieten sich neue Perspektiven, neue Möglichkeiten und vor allem viel Positives - für Gesundheit, Finanzen, Zwischenmenschliches, Umwelt und auch für das „gute Gewissen“.

Haben Sie eine zündende Idee für den Klimaschutz? In der Klimaschutzwoche haben Sie die Möglichkeit, Ihre Aktionen und Veranstaltungen im Programm der Klimaschutzwoche zu bewerben. Egal, ob Kochkurs, Radtour oder Lesung, egal, ob Schulklasse, Sportverein oder Stammtischrunde, machen Sie mit in der Klimaschutzwoche! Denn Klimaschutz ist Vielfalt. Lassen Sie uns gemeinsam inspirieren und motivieren, umzudenken und besser zu leben! Wir freuen uns auf Ihre Ideen, die wir gerne bis zum 24. Februar entgegennehmen.

Bei Interesse und Rückfragen steht Ihnen gerne das ZEN e.V. in Ensdorf (Tel. 09624 903646, E-Mail zen@zen-ensdorf.de) und die Klimaschutzbeauftragten des Landkreises (J. Scheid, Tel. 09624 9224526, E-Mail j.scheid@zen-ensdorf.de) und der Stadt Amberg (C. Loewert, Tel. 09621 10-2403, E-Mail Corinna.Loewert(at)Amberg.de) zur Verfügung.

Für die Wetterstation Unterammersricht liegen seit 1879 Daten zu Lufttemperatur, Niederschlag und Luftdruck vor. Die gemessenen Daten zeigen, dass auch im Amberger Raum die Erderwärmung messbar angekommen ist.

Verlauf der durchschnittlichen Jahrestemperatur seit 1879

Die Jahresmittel des Tagesmaximums (rote Kurve), des Tagesminimums (blaue Kurve) und der Durchschnittstemperatur (gelbe Kurve) unterliegen im obenstehendem Diagramm jährlichen Temperaturschwankungen.

Die rote und die gelbe Kurve weisen dabei eine deutlich steigende Tendenz auf. Die Interpretation der blauen Kurve ist aufgrund der großen Datenlücken schwierig. Eine klare Tendenz gibt es für diese Kurve nicht.

Dieses Diagramm basiert auf den durchschnittlichen Jahreslufttemperaturen der Stationsmessungen auf 2m Höhe in Unterammersricht. Quelle: DWD Climate Data Center, https://cdc.dwd.de/portal/

Veränderung der Jahres- und Halbjahresmittel seit 1913

Das nebenstehende Diagramm stellt die Veränderung der Temperaturen für das Winterhalbjahr (lila Kurve), das Sommerhalbjahr (grüne Kurve) und das Gesamtjahr (schwarze Kurve) im Vergleich zum Referenzzeitraum 1913 bis 1923 dar. Abweichungen nach oben weisen auf eine Erwärmung, Ausschläge nach unten auf eine Abkühlung im Vergleich zu den Mitteltemperaturen vor rund 100 Jahren hin.

In den letzten 100 Jahren nahmen die gemessenen Werte um durchschnittlich 2°C zu. Die Veränderung der Wintertemperaturen (Oktober bis März) fallen etwas geringer und die der Sommertemperaturen (April bis September) im Durchschnitt etwas höher aus.

Dieses Diagramm basiert auf den durchschnittlichen Lufttemperaturen der Stationsmessungen pro Monat auf 2m Höhe in Unterammersricht. Um die jährlichen Schwankungen der Jahresmitteltemperatur zu glätten, wurden alle Werte eines Monats (z. B. Januar) der vorhergehenden und darauffolgenden fünf Jahre zu einem Wert zusammengefasst. Quelle: DWD Climate Data Center, cdc.dwd.de/portal/

2017 erstellte die Planungsgemeinschaft Verkehr Alrutz im Auftrag des Stadtplanungsamtes ein Radverkehrskonzept für die Stadt Amberg. Es besteht aus einem Schlussbericht, welcher den Stand der Radverkehrswege in Amberg sowie allgemeine Maßnahmen schildert. Der dazugehörige Anlagenband erläutert in zahlreichen Bildern die empfohlenen Maßnahmen.

Im Jahr 2018 schuf die Stadt zur Umsetzung des Konzepts eine neue Stelle im Stadtplanungsamt. Mit kleineren Maßnahmen zur Förderung des Radverkehrs wurde 2019 bereits begonnen. Welche Maßnahmen im Jahr 2020 für den Ausbau des Radverkehrs angedacht sind, werden Sie in Kürze auf dieser Seite erfahren.

Download:

Pünktlich zum Auftakt der Klimaschutzwoche 2019 geht das Solarpotentialkataster online. Auf der interaktiven Online-Plattform können Amberger Bürgerinnen und Bürger ihre Hausdächer auf Solarenergie-Tauglichkeit testen. Somit kann eine erste Einschätzung von nutzbarer Sonnenenergie bequem auf dem heimischen Sofa gemacht werden.

Das Solarpotentialkataster ist nichts anderes als ein Luftbild, in dem die Hausdächer der Amberger Bürgerinnen und Bürger verschiedenfarbig dargestellt sind. Dadurch ist sofort sichtbar, welches Hausdach verschattet wird und auf welchem Dach es sich richtig lohnen kann Solarkollektoren- oder Photovoltaikanlagen zu installieren. Auf der interaktiven Website können Solar-Module per Mausklick auf dem eigenen Hausdach platziert, Kosten und Ersparnisse verglichen und die Rentabilität eines Energiespeichers geprüft werden. So ist sofort klar, ob und wann sich eine Solar-Anlage mit oder ohne Speicher abgezahlt hat. Das Tool soll dadurch die erste Hemmschwelle, nämlich der Gang zum Energieberater, nehmen und dadurch den Ausbau von Solarthermie und Photovoltaik fördern.

Wenn Sie Fragen haben und sich (noch) nicht an einen Energieberater oder Handwerker wenden wollen, steht Ihnen der gemeinnützige Solarenergieförderverein Amberg gerne mit Rat zur Seite. Kontaktdaten und Termine der öffentlichen Solarstammtische „Solarenergie im Gespräch“ finden Sie unter https://www.solarverein-amberg.de.

Klima-Bündnis - Seit über 25 Jahren dezentraler Klimaschutz für globale Herausforderungen

Die Stadt Amberg ist seit 1993 Mitglied des größten europäische Städtenetzwerks, das sich dem Klimaschutz verschrieben hat. Neben Millionenstädten sind auch kleine ländliche Gemeinden, Vereine und Organisationen Teil des Bündnisses. Die Mitglieder setzen sich dafür ein, dass der Klimawandel mit lokalen Maßnahmen angegangen wird und nicht nur durch zentrale Instrumente eingedämmt werden soll. Denn alle Menschen sind Teil der Lösung.

Die Stadt Amberg hat im Rahmen des Beitritts zum Klimabündnis im Jahr 1993 eine Selbstverpflichtung unterschrieben, in der konkrete Ziele festgesetzt sind:

  • Unterstützung indigener Völker
  • Reduktion der CO2-pro-Kopf-Emissionen um 10 % alle fünf Jahre, aber mindestens um die Hälfte bis 2030 (gegenüber 1990)
  • Verzicht auf die Nutzung von Tropenholz, Einsatz überwiegend FSC-zertifizierter Hölzer

In Amberg beliefen sich nach Hochrechnungen die CO2-Emissionen (nicht Treibhausgasemissionen!) pro AmbergIn und Jahr auf 12,4 Tonnen. Spätestens im Jahr 2030 müsste folglich die Pro-Kopf-Emissionen auf 6,2 Tonnen CO2 gesenkt werden. Seit einigen Jahren stagnieren die Emissionen bei rund 9 Tonnen CO2 (10 Tonnen Treibhausgase).

Deutschlandweit laufen die Klimaschutzbemühungen eher schleppend. So stuft das Klima-Bündnis die bundesweiten gesetzlichen Rahmenbedingungen für Klimaschutzmaßnahmen als unzureichend ein. Um dennoch für den Klimaschutz einzustehen, bemüht sich die Stadt Amberg weiterhin sehr und bittet alle AmbergerInnen um Unterstützung!

Wissen Sie nicht, wie Sie Klimaschutz betreiben können? Dann fragen Sie einfach die Klimaschutzmanagerin der Stadt Amberg, Corinna Loewert, oder besuchen Sie im Internet Seiten wie https://co2fasten.wordpress.com/, www.overdeveloped.eu (auch auf Deutsch) oder die Internetauftritte von Umweltverbänden.

Kontakt

Corinna Loewert
Referat für Recht, Umwelt und Personal
Stabsstelle Klimaschutzmanagerin

Herrnstraße 1-3, 3. Obergeschoss, 92224 Amberg

Telefon 09621 10-2403 | Fax 09621 37600-049
E-Mail: Corinna.Loewert(at)Amberg.de 

Mit der Nationalen Klimaschutzinitiative initiiert und fördert das Bundesumweltministerium seit 2008 zahlreiche Projekte, die einen Beitrag zur Senkung der Treibhausgasemissionen leisten. Ihre Programme und Projekte decken eine breites Spektrum an Klimaschutzaktivitäten ab: Von der Entwicklung langfristiger Strategien bis hin zu konkreten Hilfestellungen und investiven Fördermaßnahmen. Diese Vielfalt ist Garant für gute Ideen. Die Nationale Klimaschutzinitiative trägt zu einer Verankerung des Klimaschutzes vor Ort bei. Von ihr profitieren Verbraucherinnen und Verbraucher ebenso wie Unternehmen, Kommunen oder Bildungseinrichtungen.