Kaufpreissammlung

Rechtsgrundlage: Zur Führung der Kaufpreissammlung ist jeder Vertrag, durch den sich jemand verpflichtet, Eigentum an einem Grundstück gegen Entgelt, auch im Wege des Tausches, zu übertragen oder ein Erbbaurecht zu begründen, von der beurkundenden Stelle in Abschrift dem Gutachterausschuss zu übersenden (§ 195 BauGB).

Demnach erhält der Gutachterausschuss von den Notariaten jeweils eine Abschrift der betreffenden Urkunden. Die Führung der Kaufpreissammlung erfolgt durch die Geschäftsstelle des Gutachterausschusses. Die Kaufpreissammlung stellt ein originäres Abbild des Geschehens auf dem Grundstücksmarkt dar. Die Kenntnis hierüber ist eine wesentliche Voraussetzung für marktgerechte Wertermittlungen des Gutachterausschusses.

Bei bebauten Grundstücken werden seit 2010 an die Erwerber Fragebögen versandt, um so an wertermittlungsrelevante Daten zu gelangen, die für weitere Auswertungen unverzichtbar sind. Die Rücklaufquote dieser Fragebögen liegt derzeit bei etwa 70 – 90 %.

So wurden jetzt erstmalig im Verkaufszeitraum 2016 – 2018 64 geeignete Eigentumswohnungen zur Ableitung von Liegenschaftszinssätzen untersucht. Die ermittelten Liegenschaftszinssätze werden in diesem Marktbericht zur Information veröffentlicht. Weiterhin wurden die Teilmärkte von Ein- und Zweifamilienhäusern sowie von Reihenhäusern und Doppelhaushälften aus den Verkaufsjahren 2016 bis 2018 auf Sachwertfaktoren hin analysiert. Diese Ergebnisse sind ebenfalls Teil dieses Grundstücksmarktberichtes. Es handelt sich um erstmalige Untersuchungen und Ableitungen dieser Art. Die Ergebnisse haben reinen informativen Charakter und die Anwendung dieser Angaben ist nicht zwingend oder bindend.